Das Riedmuseum ist in einem ehemaligen typischen bäuerlichen Gehöft des Ried untergebracht.
Die große "Rektifizierung"
In der
ehemaligen Scheune können Sie sich über
die von Tulla (Biographie) durchgeführte
Rheinbegradigung ("Rektifizierung") informieren. Diese
wohl einschneidendste Veränderung des Rheinverlaufs
der letzten Jahrhunderte veränderte das Leben in den
Gemeinden beiderseits des Rheins grundlegend. Vor der Rheinbegradigung
wechselte der Rhein häufig seinen Verlauf, so dass
die Dörfer zum Teil mal auf der rechten, dann wieder
auf der linken Rheinseite lagen. So erging es auch der
Gemeinde Neuburg: Im Rheinaue-Museum erfahren
Sie mehr.
Im 19. Jhdt. verbesserte sich die Lebenssituation der
Rheinanwohner durch die "Rektifizierung" des Rheinverlaufs
deutlich: wertvolle Acker- und Wiesenflächen wurden
nicht mehr durch Hochwässer weggeschwemmt, durch den
Rückgang der versumpften
Flächen traten weniger
Erkrankungen auf und die Bedeutung des Rheins für
die Industrialisierung und den damit verbundenen Wohlstand
wuchs.
Eine Abfolge historischer Karten gibt Ihnen einen anschaulichen Überblick über den Rheinverlauf zu unterschiedlichen Zeiten vor und nach der Rheinbegradigung.
Aus heutiger Sicht besitzt diese für die damalige Zeit enorme technische Leistung eine andere Bedeutung. Die ehemals für den Oberrhein typischen Auenwälder wurden auf eine Fläche von 2% der ursprünglichen Ausdehnung reduziert. Die wirtschaftliche Nutzung änderte sich stark: die landwirtschaftlichen Flächen sind nicht mehr so fruchtbar, der Fischfang ist nahezu bedeutungslos geworden, immer größere Flächen werden als Siedlungsflächen genutzt und auch die Stärke der Hochwasser nimmt zu. Speziell zu diesen Themen können Sie in den Naturschutzzentren Karlsruhe-Rappenwört und Munchhausen mehr erfahren.
Leben im Haus Burster
Die restlichen Gebäude des Gehöfts wurden als
Freilichtmuseum mit der Originalausstattung der letzten
Bewohnerin erhalten. Entdecken Sie viele Details einer über
die Jahrhunderte gewachsenen immer wieder veränderten
Inneneinrichtung, in der Elemente des 18. Jahrhunderts
selbstverständlich neben Einrichtungsgegenständen
des 20. Jahrhunderts verwendet wurden.
Sehen Sie aus welchen Facetten unterschiedlicher Tätigkeiten der bäuerliche Lebenserwerb in der Zeit vor der industriellen Landwirtschaft bestand. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde eine Ölmühle angeschafft, die ebenso wie Küferei und Schnapsbrennerei als Nebenerwerb diente.
März - Oktober
Freitag, Samstag, Sonntag
und Feiertage
von 14-18 Uhr
November - Februar
geschlossen
Führungen auf Anfrage
Riedmuseum
Am Kirchplatz 6-8
D-76437 Rastatt-Ottersdorf
Tel. / Fax: +49 (0) 7222/25509
Informationen:
Stadtmuseum Rastatt
Herrenstr. 11
76437 Rastatt
Tel.:+49 (0)7222/972-8400
Fax:+49
(0)7222/972-8499
e-mail: schulen-kultur-und-sport@rastatt.de
Ortsverwaltung Ottersdorf:
Tel.: +49 (0)7222/158700
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