
Rheinmünster/Rastatt/Karlsruhe (ar). Am Christi-Himmelfahrtstag – in diesem Jahr der 1. Mai – lädt der „Pamina-Rheinpark“ zu seinem weit über die Grenzen hinaus bekannten „Tag der offenen Tür“ ein. Ganz nach Herzenslust können die Besucher in 15 Gemeinden, die sich von der Rheinbrücke Karlsruhe bis zur Fähre Drusenheim rechts und links des Rheins befinden, die Museen und Einrichtungen kostenlos besuchen.
Direkt vor der Haustür gibt es in dieser Auenlandschaft, die sich als großes ökologisches Freilichtmuseum darstellt, viel zu entdecken. Alle Stationen können mühelos mit dem Rad über die gut ausgebauten Fahrradwege auf beiden Seiten des Rheins erreicht werden. Neu mit dabei ist in diesem Jahr das Museum „Siedlungsgeschichte am Oberrhein“ im alten Rathaus von Rheinstetten-Neuburgweier, das um 11 Uhr seine Pforten öffnet und bis 17 Uhr Besichtigungen und Festbetrieb anbietet. In diesem Museum wird nicht nur der Weg der Dorfentwicklung vom mittelalterlichen Dorf bis hin zur modernen Gemeinde dokumentiert sondern auch die Entwicklung vom landwirtschaftlichen Leben bis hin zur Industrialisierung. Auch die französische Seite hat etwas Neues zu bieten: In Fort-Louis wurde das von Vauban vor über 300 Jahren erbaute „Fort Carré aufgewertet und kann ab 14 Uhr besichtigt werden. Wasser erleben, entdecken und begreifen kann man von 11 bis 18 Uhr im Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwörth, wo auch Ausstellung und Infos zum Hochwasserschutz gegeben werden. Wer etwas über die Schifffahrt am Rhein erfahren möchte, sollte von 11 bis 17 Uhr das Rheinaue-Museum in Neuburg besuchen, das über die Fähre erreicht werden kann. In der als Tor zu Frankreich bekannten Grenzstadt Lauterbourg wird um 15 Uhr eine Führung der Stadt und ihrer Festung angeboten. Ein Stück weiter südlich wird im „Wachthaus“ im elsässischen Mothern viel über Mythen und Legenden am Rhein zu erfahren sein. Und wer sich auf die Suche nach Tierspuren begeben möchte, der sollte um 14 Uhr im Naturschutzzentrum in Munchhausen sein, wo ein geführter Ausflug in das Naturschutzgebiet rund um das Sauerdelta auf dem Programm steht. In die Zeit der Kelten, der Römer und der Geschichte von Kaiserin Adelheid werden die Besucher im Haus Krumacker in Seltz entführt.
Auf der anderen Rheinseite werden im Hardtmuseum Durmersheim literarische Lesungen angeboten. Das Museum Arbeit am Rhein in Elchesheim-Illingen, das sich den alten Handwerksberufen widmet, bietet auch Workshops für Kinder an. Weiter könnte es gehen im Flößereimuseum in Steinmauern und im Riedmuseum Rastatt-Ottersdorf. In Ottersdorf wird bereits um 6 Uhr eine Vogelstimmenwanderung mit dem NABU angeboten. Von 9 bis 11.30 gibt es ein von Kräuterfachfrau Marianne Knörr-Groß zubereitetes vollwertiges Frühlingsfrühstück. Außerdem stehen Führungen im ehemaligen Wohnhaus Burster auf dem Programm.
Im südlichen Teil des „räumlichen Pamina-Rheinpark-Museums“ kann auf elsässischer Seite das Goethe-Museum in Sessenheim besucht und auf badischer Seite der Polderinfopfad mit dem Acherschöpfwerk in Rheinmünster-Greffern besichtigt und erwandert werden.
Um 10.30 Uhr startet an der Fähre in Seltz eine geführte Fahrradtour, die über Munchhausen nach Mothern führt. Der ausgebildete Rheinpark-Guide begleitet hierbei nicht nur in die dortigen Einrichtungen sondern erklärt auch Fauna und Flora am Wegesrand. Das komplette Programm liegt in allen Rathäusern und Touristikämtern der Mitgliedsgemeinden aus oder kann im Internet unter www.pamina-rheinpark.org heruntergeladen werden.