Pressemeldung

Grenzüberschreitender Erlebnispark stößt im Ausland zunehmend auf Interesse

Hagenbach/Rastatt (ar). Der Erlebnispark „Pamina Rheinpark“, der vor elf Jahren gegründet wurde und sich zwischenzeitlich auf über 800 Quadratkilometer links und rechts des Rheins zwischen Karlsruhe/Wörth und Drusenheim/Greffern erstreckt,  konnte im Rahmen seiner Mitgliederversammlung die Gemeinde Rheinzabern in der Südpfalz als neues Mitglied begrüßen. 34 deutsche und französische Gebietskörperschaften, die sich früher noch nicht kannten, arbeiten nun grenzüberschreitend zusammen, um die Kultur und die Natur in der größten zusammenhängenden Auenlandschaft Mitteleuropas zu schützen und zu fördern.

Der Pamina Rheinpark erfreut sich nicht nur in der Region wachsender Beliebtheit sondern findet Anerkennung auch im Ausland. Wie Geschäftsführer Claus Haberecht erklärte, erreichen die Geschäftsstelle im Riedmuseum Rastatt-Ottersdorf immer mehr Anfragen aus dem Ausland. So habe im vergangenen Jahr eine rumänische Delegation und eine peruanische Delegation dieses räumliche Museum am Rhein besucht. In wenigen Wochen wird eine Delegation aus Weißrussland anreisen, wie Haberecht ankündigte.

Für den Verein Pamina Rheinpark, der im vergangenen Jahr zahlreiche Veranstaltungen mit guter Resonanz durchgeführt und neue Museen und Stationen eingeweiht hatte, stellt die zukünftige Finanzierung eine große Herausforderung dar. „Wir sollten es nicht soweit kommen lassen, dass wir aufgrund fehlender Finanzmittel die Existenz des Vereins gefährden“, bemerkte Reiner Dehmelt im Kassenbericht. Zwar wurden die moderaten Mitgliedsbeiträge leicht erhöht, dennoch rief Dehmelt dazu auf, nach Sponsoren Ausschau zu halten.

Auf die Hinterbeine stellen muss sich der Pamina Rheinpark auch bei der Zuwendung von europäischen Fördergeldern aus dem Interreg-Programm. 67 Millionen Euro Fördergelder bewilligte die EU dem Oberrhein, verteilt werden die Gelder jedoch nicht mehr auf Teilregionen sondern über eine zentrale Stelle in Straßburg, die die Förderrichtlinien geändert hat. Gerecht werden diesen Förderrichtlinien im neuen Interreg IVa Programm nur noch drei Projekte für den Pamina Rheinpark, wozu die Errichtung von grenzüberschreitenden Rundwanderwegen und kleine grenzüberschreitende Parkanlagen am Uferbereich des Rheins in der Nähe von Brücken und Fähren gehören. „Wenn wir heute mit dem Pamina Rheinpark starteten, würde sich die Realisierung vieler Projekte schwieriger gestalten“, äußerte Haberecht.

 

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