
Rheinmünster-Schwarzach/Rastatt/Hagenbach (aer). Der „Parc Rhénan/Pamina Rheinpark“ gewinnt als touristische Attraktion innerhalb des Paminaraumes der Südpfalz, des Nordelsass und des mittleren Oberrheins immer mehr an Bedeutung. Im zehnten Jahr seines Bestehens häufen sich die Anfragen von interessierten Naherholungssuchenden, aber auch von anderen europäischen Grenzregionen, die die Struktur dieses „regionalen Museums“ kennen lernen möchten.
Wie Geschäftsführer Claus Haberecht in der Mitgliedervollversammlung am Mittwochnachmittag in Rheinmünster-Schwarzach bemerkte, seien die Verantwortlichen des „Pamina Rheinparks“ immer öfter zu Vorträgen eingeladen, zuletzt vor einer Gruppe aus Weißrussland. Aber auch die erst vor kurzem vom SWR ausgestrahlte Sendung über den „Pamina Rheinpark“ sei auf große Resonanz gestoßen. Die Geschäftsstelle habe in Folge zahlreiche Anfragen nach Fahrradverleihstellen, Package-Angeboten und Übernachtungsmöglichkeiten erhalten. „Den gastronomischen Bereich und die Infrastruktur müssen wir noch verbessern“, forderte Haberecht, der äußerte, gerade im Bereich der Übernachtungsmöglichkeiten gebe es noch große Lücken. Weiter entwickelt werden sollte ebenso der Schifffahrtstourismus auf dem Rhein.
Überlebenswichtig für den „Pamina Rheinpark“ sind die Rheinübergänge. Vorsitzender Siegfried Schaaf forderte, die Möglichkeiten von Fußgänger- und Radfahrbrücken angebaut an der Wintersdorfer Brücke und der Staustufenbrücke zu überprüfen. In Gesprächen sei man bezüglich der Sanierung der Wintersdorfer Brücke. „Dieses Thema ist für die ganze Region von Bedeutung“, so Schaaf. Noch wichtiger werde dieses Thema, da die Wintersdorfer Brücke den gesamten PKW-Verkehr der während sechs Monate gesperrten Iffezheimer Staustufe aufnehmen müsse. „Für Fahrradfahrer ist es lebensgefährlich, über diese beiden Brücken zu fahren“, so Haberecht.
Ein weiteres Problem seien die Öffnungszeiten in den verschiedenen Museen. Bisher habe man sich nur darauf verständigen können, alle Museen einmal monatlich an einem Sonntag zu öffnen. Da die Museen jedoch ein wichtiger Bestandteil des „Pamina Rheinpark“ seien, bestünde hier akuter Handlungsbedarf. Gerd Balzer von der Gemeinde Neuburg gab zu verstehen, dass es schwierig sei, dies mit ehrenamtlichen Kräften zu verbessern.
„Eine schlanke Verwaltung arbeitet hier sehr schlank“, äußerte Hartwig Rihm, Bürgermeister von Au am Rhein, der die Kasse geprüft hatte. Bis jetzt konnte der „Pamina Rheinpark“ von Zuschüssen der EU aus dem Interreg-Programm sowie von Mitgliedsbeiträgen gerade über die Runden kommen, obwohl lediglich eine Teilzeitkraft die Geschäftsstelle besetzt und die meiste Verwaltungsarbeit von Haberecht im Landratsamt Rastatt erbracht wird. Schaaf rief dazu auf, die jetzige Finanzstruktur zu überprüfen.
Die im Interreg IIIa-Programm geplanten und mit rund 322.000 Euro von der EU genehmigten Projekte seien zwischenzeitlich zu nahezu 83 Prozent umgesetzt worden. In den vergangenen zehn Jahren erhielt der „Pamina Rheinpark“ rund drei Millionen Euro Fördergelder aus Brüssel für die infrastrukturelle Inwertsetzung des Rheinparkgebietes. „Wir müssen gute Argumente haben, um auch im nächsten Fördertopf Interreg IV, in dem 63 Millionen Euro für den gesamten Oberrhein zur Verfügung gestellt werden, Gelder für den Rheinpark zu bekommen“, äußerte Gerd Hager vom Regionalverband Mittlerer Oberrhein.
Am Christihimmelfahrtstag, 17. Mai, lädt der „Pamina Rheinpark“ wieder zu seinem Tag der offenen Tür ein.